Die Geschichte der Frauenbewegung- Teil 1

Mädchen dürfen zur Schule, Frauen dürfen wählen und gewählt werden und haben das Recht auf ein freies Leben. Auch wenn dies nicht überall der Fall ist und auch in demokratischen Ländern Frauen immer noch für ihre Rechte kämpfen müssen, wäre der Fortschritt der Gleichberechtigung unmöglich gewesen, wenn es nicht mutige Frauen gegeben hätte, die mit der Frauenbewegung Geschichte geschrieben haben.  Zu unterschiedlichen Zeiten haben wichtige, historische Frauenrechtlerinnen immer das Gleiche gesagt: die Frau ist dem Mann gleichberechtigt.

Wikipedia Grafik zur Frauenbewegung

Die Anfänge- Olympe de Gouges(1748-1793)

Die französische Schriftstellerin und Autorin von Theaterstücken zählt zu den Vorkämpferinnen der Frauenbewegung. Olympe de Gouges setzte sich zurzeit der französischen Revolution und der Diktatur der Jakobiner für die Durchsetzung der Menschenrechte für alle ein und verfasste 1791 somit die erste universale Erklärung der Menschenrechte, „Die Rechte der Frau“.   Die uneheliche Tochter einer Wäscherin und eines adligen Schriftstellers namens Jean-Jaques Marquis Lefranc wurde als Marie Gouze geboren. Mit 17 wurde sie verheiratet und zog später als junge Witwe mit ihrem Sohn Piere zu ihrer Schwester in Paris.  Dort änderte Sie ihren Namen zu Olympe de Gouges und besuchte das Theater und  verschiedene Salons. Sie entwickelte ihre Schreibfähigkeiten und kritisierte 15 Jahre nach ihrer Ankunft in Paris mit ihrem  Theaterstück „ Zamor und Mirza“ die Sklaverei in den Französischen Kolonien. Als 1791 nach der Revolution das Zensuswahlrecht eingeführt wurde, veröffentlichte die Frauenrechtlerin in einem Brief an die Königin ihr Schreiben:   „Die Rechte der Frau“. In ihren 17 Artikeln sprach sie immer von „ Frau und Mann“ und verlangte nie Sonderrechte für ihr Geschlecht. Sie war eine Gegnerin der Diktatur der Jakobiner und wurde als eine Gefahr angesehen. Ein Tag vor ihrer Hinrichtung erliess man ein Gesetz, welches nur die vom Vater anerkannten Kinder für erbberechtigt erklärte. Die Ausführung von Nachforschungen, um den Vater des Kindes herauszufinden, wurden untersagt und somit war dies der letzte Rückschlag für Olympe de Gouges, die als uneheliche Tochter auch für das Recht der Frau kämpfte, den Vater ihres Kindes benennen zu dürfen.

Die Suffragetten

Die Bezeichnung für die Frauenrechtlerinnen Grossbritanniens und der USA , die vom englischen und französischen Wort „suffrage“, also Wahlrecht abstammte, wurde mit der Endsilbe, die eine Verkleinerung darstellen sollte, Anfang des 20.Jahrhunderts von den Gegnern der Frauenbewegung und des Frauenwahlrechts verachtend und spöttisch verwendet. Die Frauenrechtlerinnen nahmen jedoch die Bezeichnung stolz an und erreichten Schritt für Schritt ihre Ziele. In den USA fingen die Frauen während der Anti-Sklaverei-Bewegung ebenfalls an, ihre Rechte durchsetzen zu wollen und verlangten das Wahlrecht und eine Reform des Ehe- und Besitzrechts.                                                                                                            

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