Offen gesagt: Ein Text über Perfektion (oder auch nicht)

Wäre unser Leben ein Kreuzworträtsel, würden wir statt den passenden Antworten nach den Fehlern in den Fragen suchen. Somit wäre es nicht mehr unsere Schuld, dass die Wörter keineswegs in die Spalten passen, und wir würden die Verantwortung den Machern überlassen.  Der Zuständige wäre Schicksal und Trübsal, doch nie unser eigenes Potenzial. Genau das machen wir. Wir entwickeln nichts.

Wir suchen Schwächen.                                                                                                      

Wir sind die Wähler. Wählen das Schlechte, nie das Gute.  Wir sind auf der Spur des gescheiterten Versuchs. Das hoffnungsvolle Kind nennt man Hippie, seine Träume wirken bald wie eine Allergie. Den Mann mit Bambusbesteck nennt man ökologisches Wunder, doch sein Plastikdreck wird bald zum Zunder. Das laute Lachen finden einige lustig, andere lästig. Wenn es um Kritik geht, behält man keine Meinung für sich, und dies wirkt auf einige sehr stressig.  Solche Kommentare sind  doch überflüssig. Ohne Lob zu toben und Unterschiede als Fehler zu sehen, nützt niemandem, weder dem Extremen noch dem Neutralen.                                                                                                                                          

Vor der Angst anders zu sein, vergessen wir besonders zu bleiben. Es ist nicht alles Gold, was glänzt, und nicht alles schön, was du trennst. Schandmäler gehören ins Mittelalter, und nicht mal dann konnte man sie ertragen. Kein Mensch verdient eine Brandmarke, tönt sehr leicht, nützt nichts, wenn man schweigt.  Früher tat man es mit Eisen, heute lässt man Menschen in unsichtbare Käfige einweisen. Ungleiche beschimpfen, sich gegen Variabilität impfen, da ist die Verlust der Lebensfreude inbegriffen.                                                                                                                                                                     

Die Kritiker kennen nie Schmerz, halten das Leiden anderer für einen Scherz. Wir sehen nur Lücken, machen Elefanten aus Mücken, und verlieren uns selbst in kleinen Stücken. Risse und Kratzer sind nicht immer Laster. Was auch immer geschieht, wer auch immer dich als Fehler sieht, bleibe lieber unbeliebt, und folge deinem eigenen Prinzip.

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