5 Empfehlungen an Schulen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen.

Als Gymnasiastin befinde ich mich nun in der Quarantäne, da es mehrere positive Covid-19 Fälle in meiner Klasse gab. Viele kleiner Fehler, die mit kleinen Massnahmen verhindert werden könnten, haben zu einer grossen Ausbreitung innerhalb des Klassenzimmers geführt. Heute ist fast die Hälfte meiner Klasse vom Coronavirus betroffen. Die andere Hälfte befindet sich in einer belastenden Situation, da noch nicht klar ist, wer sich alles sonst noch angesteckt hat. Hier sind 5 Empfehlungen an Schulen, insbesondere an Gymnasien in der Schweiz, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern und die Schülerschaft während dieser sehr belastenden Zeit optimal zu unterstützen.

1. Eine feste Sitzordnung

Obwohl die feste Sitzordnung zu den Schutzmassnahmen vieler Schulen zählt, weisst die Umsetzung immer noch Lücken auf. Die Sitzordnungen ändern sich von Klassenzimmer zu Klassenzimmer, was dazu führt, dass die Schüler sich untereinander immer noch viel zu sehr mischen. Eine feste Sitzordnung, die auch in allen Klassenzimmern eingehalten werden sollte, kann die Quarantänezuweisungen bei positiven Fällen sehr erleichtern und würde auch die Ansteckungen vermindern.

2. Eine Lektion über das Coronavirus

Es klingt viel zu banal, aber ist leider sehr essenziell. Wenn Schülerinnen und Schülern nicht selbständig gelernt haben, zu was eine Maske wirklich dient, was das Coronavirus wirklich ist, und wieso genau Massnahmen und deren Umsetzung uns alle betreffen, ist auch die Bereitschaft nicht da, sich an Schutzmassnahmen zu halten. Leider gibt es immer noch viel zu viele Menschen, die zum Niesen die Maske abnehmen, ihre Arbeitsplätze kaum desinfizieren, und den Sinn der Lüftungen immer noch nicht verstehen. Eine gesamte Lektion, vielleicht auch zwei, wo das Coronavirus beispielsweise im Biologieunterricht nochmals behandelt wird, und die Wirkung und Bedeutung von Massnahmen erläutert werden, könnte die Bereitschaft steigern, einfache Regeln einzuhalten. Dass auch junge Menschen irgendwann von der Krise betroffen sind, sobald das Gesundheitssystem am Ende angekommen ist, ist einer der wichtigsten Aspekte, die leider vergessen wird und mehr Beachtung verdient.

3. Absenz-Regeln erleichtern

Die Quarantäne wird nur dann anerkannt, wenn man eine offizielle Meldung des Contact Tracings erhaltet. Deswegen wagen es viele nicht, die ersten paar Tage, sobald ein positiver Fall in der Umgebung bekannt wird, sich in Selbstquarantäne zu begeben, da das strenge Absenzen Reglement vieler Schulen während dieser besonderen Zeit die Schülerschaft unter Druck setzt. Das Contact Tracing kommt den vielen Fällen nicht nach, weswegen die Meldungen manchmal erst nach einigen Tagen stattfindet. Wenn man aus Eigenverantwortung zuhause bleiben möchte, doch dann keine Meldung vom Contact Tracing erhält, ist man mit unentschuldigten Absenzen konfrontiert. Doch wenn man, um diesen Absenzen auszuweichen, die Schule besucht und potenziell ansteckend ist, riskiert man es, weitere Schülerinnen und Schüler anzustecken. Würden Schulleitungen der Schülerschaft entgegenkommen und Absenzen in solchen Fällen lockern, könnten Jugendliche schneller handeln, ohne noch für ihre Führsorge betraft zu werden. Auch werden bei negativen Testresultaten das Abklingen der Symptome für 24 Stunden nicht in der Regelung der Absenzen berücksichtigt.

4. Fernunterricht fördern

Die steigenden Covid19-Fälle sind auch im Klassenzimmer zu spüren. Immer wieder fehlen einzelne Schüler und Schülerinnen, entweder wegen einem positiven Testergebnis oder weil es Kontakt zu einer von Covid19 betroffenen Person gegeben hat. Einzelne Lehrpersonen bieten zwar Fernunterricht für fehlende Schülerinnen und Schülern an, doch noch längst nicht alle. Würde man den Fernunterricht fördern, könnte man der Schülerschaft eine grosse Last abnehmen und die schon schwierige Zeit nicht noch mit Schulstoff, der alleine nachgeholt werden muss, erschweren.

5. Kurz gesagt: Toleranz

Stresssituation wie Semesterprüfungen, verpasste Präsentationen und zusätzliche Aufträge sind Belastungen, die kombiniert mit der ständigen Sorge vom Virus selbst betroffen zu sein, zu enormen Hindernissen für einen optimalen Lernerfolg führen. Sinkende Noten, sinkendes Vertrauen aber vor allem fehlende Toleranz sind Themen, die leider Jugendliche sehr beeinträchtigen. Mit mehr Toleranz durch Möglichkeiten auf Nachprüfungen, Fernunterricht und durch einfacheren Absenz-Regeln kann eine Zusammenarbeit entstehen, die zum Wohl von uns allen führt. Von Lehrpersonen und Schülern bis zum Schulpersonal: niemand sollte weder Stresssituation noch dem Coronavirus selbst zum Opfer fallen.

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