Der Netflix-Film Moxie: Zeit, zurückzuschlagen.

Morgen ist der 8. März, der Weltfrauentag. Wieso braucht es diesen Weltfrauentag? Hat doch keinen Nutzen, wir leben im 21. Jahrhundert, Frauen haben längst die gleichen Rechte wie Männer. Und dieses Feminismus-Zeugs und #metoo Bewegung, alles Schwachsinn, das stimmt doch nicht. Den Weltfrauentag braucht es nicht, alles nur Gelaber.

Ach ja?

Wirklich?

Nun, dann schau dir den Netflix-Film Moxie an.

Der Frauentag dient dazu, uns an die Frauenbewegung zu erinnern, und die Fortschritte im Kampf für Gleichberechtigung zu ehren. Aber es ist bei weitem nicht nur ein geschichtlicher Welttag. Genau deswegen ist der Film «Moxie» für jede Altersgruppe und jedes Geschlecht empfehlenswert, um die Probleme der heutigen Generation und die aktuellen gesellschaftlichen Barrieren einer jungen Frau zu verstehen.

Kampf an der eigenen Highschool

Der von Netflix produzierte Film mit niemand geringerem als Amy Poehler in der Regie wurde am 3. März 2021 veröffentlich. Im Coming-of-Age-Film werden die Zuschauer Zeugen einer Revolution, und an dessen Spitze steht die 16-jährige Vivian (Hadley Robinson). Die junge introvertierte Schülerin hat sich daran gewöhnt, unsichtbar zu sein und gegen den Kapitän des Football-Teams und Frauenfeind Mitchell (Patrick Schwarzenegger) nichts zu unternehmen. Als die neue selbstbewusste Schülerin Lucy (Alycia Pascual-Peña) sich gegen ihn wehrt und Mitchell zurückweist, wird sie zu seinem neuen Mobbing-Opfert, doch inspiriert dabei Vivian, ihre Stimme zu finden. Vivian wird nicht wie in allen anderen Highschool-Filmen in einer Nacht zur Rebellin, sondern findet ihren eigenen Weg, um sich gegen Sexismus an ihrer Schule zu wehren. Von der Jugend ihrer Mutter (gespielt von Amy Poehler) inspiriert schreibt sie anonym ihr eigenes Untergrundmagazin «Moxie», was übersetzt Mut bedeutet, und verteilt diese auf den Toiletten der Schule. Sie ruft zu kleinen solidarischen Aktionen auf, als ihre Mitschülerinnen zu Opfern des Sexismus werden, nennt offen die Namen der Machos und Sexisten ihrer Highschool und startet somit die Formung einer starken und grossen Gruppe, die sogar schlussendlich die ignorante Direktorin ernst nehmen muss.

Vivian (Hadley Robinson) kämpft für mehr Gerechtigkeit.
Vivian (Hadley Robinson) mit ihrer ersten „Moxie“ Ausgabe in der Hand.

Der Film behandelt Themen wie Identität, Sexismus, Vergewaltigung, Rassismus und Akzeptanz von toxischer Männlichkeit, aber auch Motive wie Freundschaft, Zusammenhalt, Erwachsenwerden und Veränderung.

Der gesamte Film ist überdeckt mit verschiedensten Aspekten des Feminismus von heute und zeigt beispielhaft die Intersektionalität der aktuellen jungen Bewegungen auf. Die Botschaft wird nicht ganz nebenbei gezeigt wie in den meisten High-School-Filmen, wo die Romanze im Vordergrund steht und Engagement die Handlungen beschmückt: Moxie untersagt es den Zuschauerinnen und Zuschauern, vom Thema abzukommen. Für alle jungen Frauen ein Motivationsschub, für alle Personen mit sexistischen Grundgedanken ein Dorn im Auge, und für alle weiteren eine unfassbare Möglichkeit, die Feministinnen von heute und morgen kennenzulernen und ihre Sicht besser zu verstehen.

Hier findest du den Trailer zum Film;

Der deutsche Trailer zum Film „Moxie“

Die Spotify Playliste

Auch Musik spielt eine grosse Rolle in „Moxie“. Das Lied „Rebel Girl“ von Bikini Kill wird zu einer Inspirationsquelle für die junge Vivian. Hier findest du die Playliste mit Liedern aus dem Film.

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